Wohlbefinden ab Stange

Entwässernd, harntreibend – und vor allem vitaminreich: Aus den grünen und weissen Spargeln kann man nicht nur köstliche Gerichte zaubern – sie sind für die meisten auch richtig gesund!

Spargeln enthalten nebst ganz viel Wasser auch wertvolle Mineralien wie Kalium, zudem Ballaststoffe sowie die Vitamine A, B, C und E. Die Stangen regen die Nierenfunktion an und wirken entwässernd und harn­treibend.

Dafür verantwortlich ist die in Spargeln enthaltene Asparagusinsäure, die auch für den nicht ganz so angenehmen Geruch im Urin sorgt. Dass der Spargel ein gutes Gemüse zum Abnehmen ist, rührt einerseits vom hohen Wassergehalt, aber auch vom niedrigen glykämischen Index her. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel kaum steigt und sich Spargelrezepte – natürlich ohne Sauce hollandaise – daher ideal für Diäten und auch für ­Diabetikerinnen und Diabetiker eignen. Schwangere profitieren von den enthaltenen Folaten (natürliche Folsäure) und stillende Frauen davon, dass Spargeln die Milchproduktion ankurbeln. Damit die gesunden Inhaltsstoffe nicht verloren gehen, sollten Spargeln am besten roh gegessen werden. Wenn gekocht, dann nur schonend und nicht im siedenden Wasser.

Einen Haken hat das Frühlingsgemüse allerdings: Für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Gicht gilt es, Spargeln mit Vorsicht zu geniessen! Sie enthalten viele Purine, die vom Körper in Harnsäure umgewandelt werden. Bei hohem Spargelkonsum kann es sein, dass der Körper mit dem Ausscheiden nicht mehr nachkommt, die Harnsäure sich in Harnsäurekristalle umwandelt und diese sich in den Gelenken ablagern. Das kann zu Gichtanfällen führen.